Die Fussball-EM 2016 im TV

Die Fussball-EM 2016 im TV

Nach dem Ende der laufenden Bundesliga-Saison erwartet die Fussballfans in Deutschland und Europa ein weiteres Highlight: die Europameisterschaft in Frankreich. Die Mannschaft um Bundestrainer Joachim Löw greift nach dem gewonnen vierten WM-Titel auch in Frankreich nach dem vierten Titel in Europa. Es wird ein besonderes Turnier, da erstmals 24 Mannschaften an der Endrunde teilnehmen. Daraus ergibt sich eine weitere Neuerung: Insgesamt stehen 51 Spiele in Frankreich auf dem Programm. Die deutschen Fernsehzuschauer können das Turnier komplett im Fernsehen verfolgen, denn alle 51 Matches der Endrunde werden live und in HD im Free TV übertragen. Hier gibt es den kompletten EM TV-Spielplan 2016.

Copyright ARD
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Wer zeigt welches Spiel?

Die Übertragungsrechte für die Titelkämpfe haben sich drei Sender gesichert, die ARD, das ZDF und über eine Sublizenz auch der Privatsender Sat 1. Alle ARD / ZDF Fußball Kommentatoren & Moderatoren stehen nun auch fest. Den Anfang macht das ZDF mit dem Eröffnungsspiel zwischen Gastgeber Frankreich und Rumänien am 10. Juni, das Spiel beginnt um 21 Uhr. Die Mainzer zeigen auch das zweite Spiel der Gruppe A zwischen Albanien und der Schweiz. Danach werden sich die beiden öffentlich-rechtlichen Sender zunächst mit der Übertragung der Gruppenspiele abwechseln, in der Gruppenphase werden täglich drei Spiele ausgetragen, jeweils um 15 Uhr, 18 Uhr und um 21 Uhr.
Am letzten Vorrundenspieltag werden beide Spiele einer Gruppe um 18 Uhr oder um 21 Uhr parallel ausgetragen. Das ZDF zeigt davon das Topspiel der Gruppen A, E und F, die ARD übernimmt die Gruppen B, C und D. Das jeweilige Parallelspiel ist zur gleichen Zeit bei Sat 1 zu sehen.
Ab dem Achtelfinale zeigen ARD und ZDF in jeder Runde jeweils die Hälfte der Partien. Im Achtelfinale finden wie in der Vorrunde drei Spiele am Tag statt, das ZDF hat in dieser Runde und im Halbfinale das Recht zuerst die Partien zu wählen, die sie übertragen, der ARD fällt dieses Recht im Viertelfinale zu. Ab dem Viertelfinale ist je ein Spiel pro Tag angesetzt, Anstoß ist dabei immer um 21 Uhr. Wie schon in Brasilien überträgt die ARD das Finale am 10. Juli live aus dem Stade de France im Pariser Stadtteil St. Denis.

Die deutsche Mannschaft

Die EM-Spiele der deutschen Mannschaft werden ausschließlich von ARD und ZDF übertragen. Die ARD zeigt das Auftaktspiel gegen die Ukraine am 12. Juni live aus Lille, sowie das abschließende Vorrundenspiel gegen Nordirland am 21. Juni in Paris. Das Spiel gegen Polen am 16. Juni in Saint Denis überträgt das ZDF live.
Für den Fall eines Weiterkommens der DFB-Auswahl einigten sich die beiden Sendeanstalten darauf, dass im Achtel- und Halbfinale das Vorwahlrecht und damit auch die Übertragung des deutschen Spiels beim ZDF liegt, im Viertelfinale bei der ARD. Das Endspiel wird in jedem Fall in der ARD zu sehen sein.
Zieht die Elf von Joachim Löw ins Finale ein, werden somit vier Partien mit deutscher Beteiligung von der ARD übertragen und deren drei im ZDF.

Die Übertragungsrechte

Alle Spiele bei der Europameisterschaft in Frankreich sind live im Free-TV und auch per kostenlosem Live-Stream zu sehen. Wie erwartet haben sich ARD und ZDF die Übertragungsrechte gesichert. Die öffentlich-rechtlichen Sender haben Mediengerüchten zufolge 180 Millionen Euro für das Rechtepaket bezahlt und blieben damit unter dem Betrag, der noch für die Übertragung der Weltmeisterschaften in Brasilien fällig wurde (210 Millionen Euro). Im Vergleich zur letzten Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine (120 Millionen Euro) sind die Kosten allerdings gestiegen, was auch mit der größeren Anzahl an Spielen zusammenhängt. Wurde der Europameister bisher in 31 Partien ermittelt, sind es 2016 immerhin 51 Spiele.
Die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten haben sich über ihre gemeinsame Sportrechte-Agentur SportA mit ProSiebenSat.1 über die Sublizensierung von Spielen der Fußball-Europameisterschaft verständigt. Laut der Vereinbarung werden insgesamt sechs Gruppenspiele live und in voller Länge auf Sat.1 und auf ran.de gezeigt. Dabei handelt es sich um die sogenannten Parallelspiele, also die Begegnungen, die am Ende der Gruppenphase der EM zeitgleich angesetzt sind, um Ergebnisabsprachen zwischen Mannschaften zu verhindern. Jeweils eine dieser Begegnungen wird von ARD oder ZDF für die Live-Übertragung im eigenen Programm ausgewählt und die andere Partie wird zeitgleich live von Sat.1 übertragen. Die konkrete Festlegung der Spiele erfolgt während der Gruppenphase je nach der Ausgangssituation für den letzten Gruppenspieltag.
Der Kölner Sender RTL, der sich die TV-Rechte für die Qualifikationsspiele zur Europameisterschaft 2016 und der Weltmeisterschaft 2018 in Russland gesichert hatte, hält keine Rechte für die jeweilige Endrunde, geht also auch in Frankreich leer aus.

Viele Wege führen ins Stadion

Das Fernsehen ist nicht der einzige Weg, die Spiele live und in HD zu verfolgen. Denn darüber hinaus zeigen alle Sender ihre jeweiligen Partien per Livestream auch im Internet.
Die Begegnungen, die die ARD überträgt, kann man im Livestream auf sportschau.de sowie unter live.daserste.de verfolgen. Auch das ZDF stellt einen Livestream zur Verfügung, den man über sport.zdf.de oder über die ZDF-Mediathek erreicht. Unter ran.de sind die Parallelspiele am letzten Gruppenspieltag zu sehen, die bei Sat 1 übertragen werden. Dabei steht bereits fest, dass dort auch das Spiel Ukraine gegen Polen gezeigt wird, da zeitgleich die Begegnung der deutschen Mannschaft gegen Nordirland in der ARD zu sehen ist.

Gute Quoten garantiert

Der Erwerb der TV-Rechte für die EM-Qualifikation, die sogenannten European Qualifiers war für den übertragenden Sender RTL ein Garant für gute Einschaltquoten. Die Live-Übertragung der Spiele der DFB-Elf sahen jeweils mindestens 8,56 Millionen Zuschauer, das abschließende Qualifikationsspiel gegen Georgien am 11. Oktober 2015 bescherte dem Privatsender sogar 12,69 Zuschauer im Durchschnitt.
Für die EM-Endrunde ist mit noch höheren Einschaltquoten zu rechnen. So sahen durchschnittlich 34,65 Millionen Zuschauer den Erfolg der deutschen Elf im WM-Finale 2014 von Rio de Janeiro. Das war die höchste jemals gemessene Fernsehquote und bedeutete einen Zuschauermarktanteil beim Gesamtpublikum von 86,3 Prozent. Ähnliche Quoten sind auch in Frankreich zu erwarten, wenn die Mannschaft von Joachim Löw ähnlich erfolgreich auftritt wie in Brasilien.